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Kandidatenliste

Deutsche Übersetzung der von der ECHA veröffentlichten Kandidatenliste
Quelle: www.reach-clp-helpdesk.de

Das Aufnahmedatum eines Kandidatenstoffes auf die Kandidatenliste ist für die Produzenten und Importeure von Erzeugnissen, die einer Meldepflicht für diesen Stoff nach Artikel 7(2) der REACH-Verordnung unterliegen, von Bedeutung. Diese Meldepflicht gilt gemäß Artikel 7(7) sechs Monate nach Aufnahme eines Stoffes auf die Kandidatenliste ab dem 01.06.2011.
Die Identifizierung von Stoffen als besonders besorgniserregende Stoffe und deren Aufnahme in die Kandidatenliste ist der erste Schritt im Zulassungsverfahren.

Für Unternehmen gibt es sofortige Verpflichtungen in Verbindung mit den in der Kandidatenliste aufgeführten Stoffen.

Kandidatenliste [123 KB] der besonders besorgniserregenden (SVHC) Stoffe für die Zulassung.
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Zulassung

Das Zulassungsverfahren soll sicherstellen, dass die von besonders besorgniserregenden Stoffen (Substances of Very High Concern, SVHC) ausgehenden Risiken ausreichend beherrscht werden und dass diese Stoffe bei gleichzeitiger Gewährleistung des reibungslosen Funktionierens des EU-Binnenmarktes schrittweise durch geeignete Alternativen ersetzt werden.

Als SVHC können Stoffe identifiziert werden, die die folgenden gefährlichen Eigenschaften aufweisen:
- Stoffe, die gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 des Europäischen Parlaments die Kriterien für die Einstufung als karzinogen, mutagen oder reproduktionstoxisch der Kategorien 1A oder 1B erfüllen (CMR-Stoffe)

- Stoffe, die gemäß REACH-Verordnung (Anhang XIII) persistent, bioakkumulierbar und toxisch (PBT) oder sehr persistent und sehr bioakkumulierbar (vPvB) sind

- im Einzelfall identifizierte Stoffe, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen wahrscheinlich schwerwiegende Wirkungen haben, die ebenso besorgniserregend wie diejenigen der CMR- oder PBT-/ vPvB-Stoffe sind

Nach einem aus zwei Schritten bestehenden Regulierungsprozess können SVHC in das Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe aufgenommen und zulassungspflichtig werden. Diese Stoffe dürfen ab einem bestimmten Datum nicht in Verkehr gebracht oder nicht mehr verwendet werden, es sei denn, für ihre spezifische Verwendung wurde eine Zulassung erteilt oder die Verwendung wurde von der Zulassungspflicht ausgenommen.

Für Stoffe, die im Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe stehen, können Hersteller, Importeure oder nachgeschaltete Anwender eine Zulassung beantragen.

Quelle und weitere Infos:
http://echa.europa.eu/de/



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Verpflichtungen

Verpflichtungen im Zusammenhang mit den in der Kandidatenliste aufgeführten besonders besorgniserregenden Stoffen:

Die Kurzfassung "Verpflichtungen im Zusammenhang mit den in der Kandidatenliste aufgeführten besonders besorgniserregenden Stoffen" wurde von der ECHA in Englisch erstellt und steht hier in Deutsch zur Verfügung.
- Erzeugnisse
- Stoffe
- Gemische
Unternehmen können gesetzliche Verpflichtungen wegen der Aufnahme von Stoffen in die Kandidatenliste haben. Diese Verpflichtungen beziehen sich nicht nur auf die aufgenommenen Stoffe als solche oder in Gemischen, sondern auch, wenn sie in Erzeugnissen vorhanden sind.



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Erzeugnisse
Ab Aufnahmedatum:


Lieferanten von Erzeugnissen innerhalb der EU oder des EWR, die in der Kandidatenliste aufgeführte Stoffe in einer Konzentration von über 0,1% (w/w) enthalten, müssen ihren Kunden oder auf Aufforderung einem Verbraucher innerhalb von 45 Tagen nach Erhalt dieser Aufforderung die ihnen zur Verfügung stehenden sachdienlichen Angaben zukommen lassen. Diese Angaben müssen die sichere Verwendung des Erzeugnisses gewährleisten und mindestens den Namen des Stoffes enthalten.

Ab 2011: Produzenten oder Importeure von Erzeugnissen innerhalb der EU oder des EWR haben eine Mitteilungspflicht gegenüber der ECHA, wenn Ihr Erzeugnis einen Stoff aus der Kandidatenliste enthält. Diese Verpflichtung gilt, wenn der Stoff in einer Konzentration von über 0,1 % (w/w) vorhanden ist und seine Mengen in den produzierten/importierten Erzeugnissen insgesamt über 1 Tonne pro Jahr pro Unternehmen liegen.
Stoffe, die vor dem 1. Dezember 2010 in die Kandidatenliste aufgenommen wurden/werden, müssen nicht später als am 1. Juni 2011 angemeldet sein.
Stoffe, die am oder nach dem 1. Dezember 2010 in die Kandidatenliste aufgenommen werden, müssen nicht später als innerhalb von 6 Monaten nach ihrer Aufnahme angemeldet sein.

Hinweis: Eine Mitteilung ist nicht erforderlich, wenn

(i) der Produzent oder Importeur eines Erzeugnisses die Exposition des Menschen und der Umwelt während der Anwendung und der Entsorgung des Erzeugnisses ausschließen kann. Dann liefert der Produzent oder Importeur dem Abnehmer des Erzeugnisses jedoch geeignete Anweisungen.

(ii) der Stoff bereits für die Anwendung in derselben Lieferkette oder einer anderen Lieferkette registriert worden ist.

Stoffe
Ab Aufnahmedatum:

EU- und EWR-Lieferanten von in der Kandidatenliste aufgeführten Stoffen müssen ihren Kunden ein Sicherheitsdatenblatt zur Verfügung stellen.

Gemische
Ab Aufnahmedatum

EU- und EWR-Lieferanten von Gemischen, die nach der Richtlinie 1999/45/EG nicht als gefährlich eingestuft sind, müssen den Abnehmern auf Anforderung ein Sicherheitsdatenblatt zur Verfügung stellen, wenn die Gemische mindestens einen Stoff aus der Kandidatenliste enthalten und seine Einzelkonzentration 0,1 % (w/w) überschreitet.

Quelle und weitere Infos:
http://www.reach-clp-helpdesk.de



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Weitere Informationen

Weitere unterstützende Hinweise für die oben aufgeführten Verpflichtungen für Erzeugnisse gibt es in der Leitlinie für Stoffe in Erzeugnissen (siehe insbesondere Abschnitte 2 und 8 der Leitlinie) sowie für Stoffe und Gemische in der Leitlinie zur Registrierung (insbesondere Abschnitt 3.1).
Die besonderen Bestimmungen für Stoffe aus der Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe sind wie folgt in der REACH-Verordnung zu finden:
Art. 7.2 – Mitteilung an die ECHA Art. 7.3 – Lieferung von geeigneten Anweisungen Art. 31.1 – Verfügungsstellung eines Sicherheitsdatenblatts Art. 33 – Mitteilungspflicht im Hinblick auf Informationen zur sicheren Verwendung oder das Beantworten von Kundennachfragen
Leitlinien zu den Anforderungen für Stoffe in Erzeugnissen - (Guidance on requirements for substances in articles) (PDF-Datei, 2.2 MB)
Leitlinien zur Registrierung - (Guidance on registration) (PDF-Datei, 1.5 MB)

Nähere Angaben zur Durchführung einer Meldung von besonders besorgniserregenden Stoffen in Erzeugnissen finden Sie im "Data Submission Manual Part 20: "How to Prepare and Submit a Substance in Articles Notification":
Data Submission Manual Part 20 (PDF-Datei 3.16 MB) "How to Prepare and Submit a Substance in Articles Notification"

Artikel 7 Registrierung und Anmeldung von Stoffen in Erzeugnissen
Artikel 31 Anforderungen an Sicherheitsdatenblätter
Artikel 33 Pflicht zur Weitergabe von Informationen über Stoffe in Erzeugnissen

Quelle und weitere Infos: http://www.reach-clp-helpdesk.de



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